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Gesundheitsnavi



»Health Infra«

Abgeschlossen: 2016

Durch den demographischen Wandel werden von der älter werdenden Bevölkerung, zunehmend gesundheitstouristische Angebote nachgefragt. Aber auch von jüngeren, gesundheitsbewussten Menschen werden aktive, gesundheitsfördernde Angebote zunehmend nachgefragt. Diese stellen wiederum andere Ansprüche an die Infrastruktur.

Ostseeheilbad Zingst

Die jetzt abgeschlossene Studie zur Wirtschaftlichkeit der gesundheitstouristischen Infrastruktur wurde deutschlandweit mit Unterstützung von PROJECT M und KECK MEDICAL durchgeführt und in unserem Land vom Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. begleitet. 14 Kur- und Erholungsorte aus Mecklenburg-Vorpommern waren eingebunden. Die Studie gibt beispielsweise Antworten auf folgende Fragen: Was wünschen die Gäste? Was ist wirtschaftlich, zeitgemäß und zukunftsträchtig? 3.200 Gäste wurden repräsentativ in ganz Deutschland befragt. Bei gesundheitsorientierten Gästen werden infrastrukturelle Ausstattungen als Merkmale der prädikatisierten Orte deutlich wahrgenommen, wobei die ortsgebundenen Heilmittel besonders wichtig sind.

In Mecklenburg-Voprommern stehen die Erholungsräume Strand und Wald klar im Fokus. Hauptreisegrund ist der Erholungseffekt mit gesundheitlichem Mehrwert. Bei Tagesgästen haben dagegen Thermen und Bäder eine hohe Bedeutung. Sehr deutlich wurde, dass generell Gesundheitsgäste substanziell zu einer wesentlich höheren Wertschöpfung beitragen. In den 14 untersuchten Orten in Mecklenburg-Vorpommern ist der ökonomische Aspekt besonders hoch. Die Wertschöpfung beträgt in den 14 betrachteten Orten im Durchschnitt je Einwohner 8.937€.

Weiter wurde deutlich, dass Barrierefreiheit von den Orten gut umgesetzt wird, jedoch Allergikerfreundlichkeit weiter ausgebaut werden sollte. Grünanlagen und Parks sind vor Ort, Thermen und Bäder in mittelbarer Nähe gewünscht. Die klassische kurörtliche Infrastruktur (Kurhaus, Kurmittelhaus usw.) spielt bei den Gästen in Mecklenburg-Vorpommern eine untergeordnete Rolle. In der touristischen Infrastruktur insgesamt kristallisiert sich heraus, dass in nächster Zeit ein erhöhter Reinvestitionsbedarf besteht.

Im Rahmen der Studie wird eine ganzheitliche Ortsentwicklung zur Schaffung eines schlüssigen Gesamtbildes empfohlen. Darüber hinaus wird angeregt, die Naturräume Strand und Wald als gesundheitsförderliche Ressource zu erschließen und zu entwickeln. Mit der Ausweisung und Gestaltung von Sport- und Spielstränden sowie von Kur- und Heilwäldern sind einige Orte in Mecklenburg-Vorpommern bereits auf dem richtigen Weg, so der Präsident des BV MV e.V., Andreas Kuhn.

Natürlich ist jeder Ort gut beraten, sein spezielles Profil zu finden und das weiter auszubauen, sagt Kuhn. Wir in Zingst setzen z.B. auf Natur, Gesundheit und Fotografie, diese Themen passen super zusammen und geben dem Ort zu allen Jahreszeiten ein interessantes Portfolio.

»MV tut gut«

Landesmarketinggesellschaft Mecklenburg-Vorpommern

»MV tut gut«

Europäische Fonds EFRE, ESF und ELER

in Mecklenburg-Vorpommern

EFRE Logo

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