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»Wohin geht die Reise?«

Nach Auffassung der Mitglieder des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist es Zeit zu schauen, wohin zukünftig die Reise im Tourismus/ Gesundheitstourismus, für die Leistungsträger im Land geht.

In den Kur- und Erholungsorten mit Ihren ortsansässigen Unternehmen, werden lt. Statistischem Landesamt 73,3% aller Übernachtungen im Land realisiert. Da jedoch nur Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten meldepflichtig sind, sind die realen Übernachtungen im Land wesentlich höher. Auch meldepflichtige Unternehmen melden nicht korrekt. Wir brauchen für zukünftige Planungen eine verlässliche Datenbasis des Statistischen Landesamtes, fordert der Präsident des Bäderverbandes MV e.V., Andreas Kuhn. Das neue EU Datenschutzgesetz, auf dessen Basis das neue Meldegesetz MV beruhen wird, könnte die Datenlage noch schwieriger gestalten. Betrachtet man die touristische Statistik im Land tut sich eine Kluft auf. Wir wollen und müssen Klasse bieten, das steht außer Frage. Qualität in allen Preissegmenten steht im Fokus, nur das bringt Stabilität. Dazu ist neben guter Planung für die Infrastruktur natürlich gutausgebildetes, zufriedenes Personal nötig.

Wie in vielen Branchen macht sich der demographische Wandel im Dienstleistungssektor bemerkbar. Es wird zukünftig mehr und mehr um Arbeitskräftefindung und -bindung gehen. Eine angemessene gute Entlohnung, bezahlbare Wohnungen, angenehme Arbeits-  und Lebensbedingungen sind ausschlaggebende Faktoren. Zufriedene Mitarbeiter strahlen dieses aus und tragen damit wesentlich zu einer guten Servicequalität bei. Einige Gemeinden haben sich deshalb entschlossen, selbst günstige Wohnungen für junge Familien zu bauen. Die Unternehmen in Kur- sowie Erholungsorten sind gut beraten, sich zu spezialisieren und innovative Angebote zu gestalten, um sich zukunftsorientiert aufzustellen. Das Projekt des Bäderverbandes M-V e.V., »Gesundheitspotenzial Kur- und Heilwald« ist beispielswiese so ein innovatives Angebot. In dieses Projekt sind neben den Projektgemeinden viele Partner involviert, so unter anderem auch der Lehrstuhl für Naturheilkunde. Wir sind froh, dass der Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Rostock angesiedelt ist und diese Kompetenz für das Land Mecklenburg-Vorpommern, einen so hohen fachspezifischen- und Imagegewinn für den Tourismus und für das Gesundheitsland bringt. Zurzeit ist es eine Stiftungsprofessur, die es auf jeden Fall zu verstätigen gilt. Alljährlich zur Saison beschäftigt uns als Bäderverband M-V e.V. das Ladenschlussgesetz M-V. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass die Gewerkschaften hier in Mecklenburg-Vorpommern ständig mit Klagen drohen. In anderen touristischen Regionen, wie in Schleswig-Holstein, wird das Gesetz großzügiger gehandhabt. Erstens stehen in den meisten Fällen die Inhaber selbst an den Wochenenden in ihren Geschäften, zweitens wissen die Unternehmer am besten, wann es sich lohnt und drittens würde den Gewerkschaften, auch im Sinne ihrer Mitglieder, in Anbetracht der Sicherung von Arbeitsplätzen und das nicht nur im Handel, sondern auch im Tourismus und anderen Branchen, etwas mehr Toleranz guttun, so Kuhn.

Rostock, den 25. April 2017

            

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