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Die gesundheitstouristische Infrastruktur auf dem Prüfstand

Nicht nur durch den demographischen Wandel werden von der älter werdenden Bevölkerung, zunehmend gesundheitstouristische Angebote nachgefragt, sondern auch aktive, gesundheitsfördernde Angebote von einer wachsenden Zahl gesundheitsbewusster junger Menschen, die vielleicht andere Ansprüche an die Infrastruktur stellen.

Die jetzt abgeschlossene Studie zur Wirtschaftlichkeit der gesundheitstouristischen Infrastruktur wurde deutschlandweit mit Unterstützung von Project M durchgeführt und in unserem Land vom Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. begleitet. Das Projekt wurde durch das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt und durch die Europäische Union, über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), gefördert. 14 Kur- und Erholungsorte aus Mecklenburg-Vorpommern waren eingebunden. Die Studie gibt beispielsweise Antworten auf folgende Fragen: Was wünschen die Gäste? Was ist wirtschaftlich, zeitgemäß und zukunftsträchtig? 3.200 Gäste wurden befragt. Bei gesundheitsorientierten Gästen werden infrastrukturelle Ausstattungen als Merkmale der prädikatisierten Orte deutlich wahrgenommen, wobei die ortsgebundenen Heilmittel besonders wichtig sind.In Mecklenburg-Vorpommern stehen die Erholungsräume Strand und Wald klar im Focus. Hauptreisegrund ist der Erholungseffekt mit gesundheitlichem Mehrwert. Bei Tagesgästen haben dagegen Thermen und Bäder eine hohe Bedeutung. Sehr deutlich wurde, dass generell Gesundheitsgäste substanziell zu einer wesentlich höheren Wertschöpfung beitragen. In den 14 untersuchten Orten in Mecklenburg-Vorpommern ist der ökonomische Aspekt besonders hoch. Die Wertschöpfung beträgt in den 14 betrachteten Orten im Durchschnitt je Einwohner 8.937€. Weiter wurde deutlich, dass Barrierefreiheit von den Orten gut umgesetzt wird, jedoch Allergikerfreundlichkeit weiter ausgebaut werden sollte. Grünanlagen, Thermen und Bäder sind in unmittelbarer Nähe gewünscht. Die klassische kurörtliche Infrastruktur spielt bei den Gästen in Mecklenburg-Vorpommern eine untergeordnete Rolle. Es kristallisierte sich jedoch heraus, dass in nächster Zeit ein erhöhter Reinvestitionsbedarf besteht. Im Rahmen der Studie wird eine ganzheitliche Ortsentwicklung nach den Grundsätzen des Erlebnisraumdesigns zur Schaffung eines schlüssigen Gesamtbildes empfohlen. Die Diversifizierung des Angebots durch gezielte Attraktivierung des Strandes und gleichzeitige Aktivierung der natürlichen Umgebung wird angeregt. Dazu zählen u.a. die Erweiterung der Angebotspalette durch die Erschließung des Waldes als gesundheitsförderliche Ressource und die thematische Strandentwicklung. Mit der Ausweisung und Gestaltung von Sport- und Spielstränden sowie von Kur- und Heilwäldern sind einige Orte in Mecklenburg-Vorpommern bereits auf dem richtigen Weg, so der Präsident des BV MV e.V., Andreas Kuhn. Natürlich ist jeder Ort gut beraten sein spezielles Profil zu finden und das weiter auszubauen, sagt Kuhn. Wir in Zingst setzen z.B. auf Natur, Gesundheit und Fotografie, diese Themen passen super zusammen und geben dem Ort zu allen Jahreszeiten ein interessantes Portfolio.

Rostock, 24. Mai 2016

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